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Wohlfahrt auf dem Web

Als wir Online-Veteranen begonnen haben, das Web aufzubauen, dachten wir noch, es würde die Welt verbessern. Ach ja, die gute alte Zeit! <seufz> Heute entscheiden Banker in dreiteiligen dunklen Anzügen auf der Wall Street darüber, was Internetfirmen wert sind, und was sie tun sollten, um noch mehr wert zu werden. Und die Internetfirmen kuschen. Kurz und schlecht: Es geht immer mehr ums Geld und immer weniger darum, etwas Cooles zu tun. 

Oder doch nicht? Immer mehr Websites werben für wohltätige Organisationen um Spenden für Arme, Kranke und Notleidende. Alles, was man braucht, um zu helfen, ist ein Internetzugang und eine Kreditkarte. In Minutenschnelle geben Sie Ihre Spende ab, und die jeweilige Site gibt Ihnen eine elektronische Spendenbescheinigung für die Steuer. Wenn Sie wollen, veröffentlicht sie nach dem Motto “Tue gutes und sprich davon” Ihren Namen – oder lässt Sie auf Wunsch als anonymen Wohltäter ungenannt. Die Sites bevorzugen keine bestimmten Organisationen. Sie stellen dem Nutzer lediglich Informationen zur Verfügung, damit dieser seine Wahl treffen kann. Auch knöpfen sie den Spendern keine Gebühr ab, um sich zu finanzieren. 

Die beste der Sites ist Helping.org. Sie ist eine Tochter des Non-profit-Arms von AOL und ist eine Art Börse, die zwischen 620.000 vom US-Finanzamt anerkannten wohltätigen Organisationen und jeder Art von Hilfe (Geld, freiwillige Arbeit) vermittelt. Die Site veröffentlicht sogar die neusten Nachrichten von Katastrophen in aller Welt und bietet die Möglichkeit, unmittelbar Geld zu spenden, um die Not zu lindern. 

Ähnlich arbeitet Allcharities. Wie bei Helping.org ist die Vermittlung von Spenden für die wohltätigen Verbände kostenlos. Allerdings ist Allcharities eine kommerzielle Site. Sie versucht, Geld zu verdienen, indem sie zusätzliche Dienstleistungen an die Organisationen verkauft. 

Charitableway hingegen fordert von den Spendenempfängern bis zu 9,9% jeder Spende als Gebühr. Die Firma sagt allerdings, in den meisten Fällen sei es weniger. Givenation ist noch nicht live (die Testausgabe ist vielversprechend), wird aber ebenso Gebühren von den Empfängern verlangen: bis zu 5 Dollar pro Spende. Eine typisch amerikanische Verschmelzung von Kommerz und Wohlfahrt. Doch sagen sich die hemdsärmeligen Amerikaner: Wenn kommerzielle Wohlfahrts-Sites Spenden einwerben können, die nicht-kommerzielle Organisationen nicht gewinnen können – why not

Es gibt noch mehr zu sehen: Die Charity Frogs spenden für jeden Klick eines Besuchers einen Dollar an das Amerkanische Rote Kreuz - bis zu 1.000.000 Dollar. TheHungerSite, betrieben von den Vereinten Nationen und finanziert von Sponsoren, bringt pro Klick eine Mahlzeit für einen Hungernden in der Welt auf den Weg. – Vielleicht hilft das Web ja doch ein kleines Wenig, die Welt zu verbessern.

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